Warner Bros. Studio Tour London

Hintergrund

Warner Bros. Studio Tour London

Harry Potter – Ein Blick hinter die Kulissen der erfolgreichsten Filmreihe aller Zeiten

Mit der Warner Bros. Studio Tour London – The Making of Harry Potter haben Besucher während eines Rundgangs die einmalige Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen der Harry-Potter-Filme zu werfen. Die Attraktion befindet sich rund 30 Kilometer nordwestlich von London, in den Warner Bros. Studios in Leavesden. Dort wurden alle acht Teile der bis heute erfolgreichsten Filmreihe der Welt gedreht.

Die Große Halle, Greenscreen-Technik, ein detailgenaues Modell von Hogwarts – hier eröffnen sich die unglaublichen Dimensionen und der enorme Aufwand, der hinter den einzelnen Sets, Kostümen, animatronischen Figuren, Spezialeffekten und Requisiten steckt. Neben der Großen Halle gibt es weitere bekannte Kulissen zu sehen wie Professor Dumbledores Büro, die Winkelgasse, das Zaubereiministerium, den Ligusterweg, den Gryffindor-Gemeinschaftsraum, den Hogwarts Express, die Küche der Familie Weasley und seit Ende März 2017 den Verbotenen Wald.

Sarah Roots, Vice President Warner Bros. Studio Tour London, dazu: „Das Besondere an der Tour ist, dass alles, was hier gezeigt wird, tatsächlich beim Dreh der Harry-Potter-Filme verwendet wurde. Bei sämtlichen Kulissen, Requisiten und Kostümen handelt es sich um mit viel handwerklichem Geschick und Liebe zum Detail angefertigte Originale. In Leavesden entstanden alle acht Harry-Potter-Filme. Umso mehr freuen wir uns, dass das Set hier eine dauerhafte Heimat gefunden hat.“

Die Warner Bros. Studio Tour wurde am 31. Mai 2012 feierlich eröffnet. Eintrittskarten für die Warner Bros. Studio Tour London sind ausschließlich online erhältlich unter www.wbstudiotour.co.uk und müssen im Voraus gekauft werden. Der Eintritt für Erwachsene kostet mit dem „Saver Ticket“ an ausgewählten Tagen 39 Britische Pfund, der reguläre Eintrittspreis beträgt 41 Pfund. Kinder zahlen 31 Pfund beziehungsweise 33 Pfund. Die Anreise erfolgt bequem per Schnellzug von London-Euston nach Watford Junction, von wo Besucher mit einem gültigen Ticket bzw. einer entsprechenden Buchungsbestätigung per Shuttle-Bus zu den Warner Bros. Studios Leavesden gebracht werden.

DAS FILMGELÄNDE
Es begann im Jahr 2000, als sich ein Produktionsteam auf den Weg zu einem Filmstudio am Rande Londons machte. Ihr Plan: Die Verfilmung einer Geschichte über einen Jungen mit einer blitzförmigen Narbe auf der Stirn, der an seinem elften Geburtstag erfährt, dass er ein Zauberer ist. Bei dem Buch handelte es sich um Harry Potter und der Stein der Weisen, bei dem Studio um Leavesden.

Von 1939 bis 1994 war das Gelände unter dem Namen Leavesden Aerodrome bekannt – ein kleiner Flugplatz mit einem Fabrikgebäude. Während des Zweiten Weltkriegs ließ das Verteidigungsministerium dort Kampfflugzeuge herstellen, die Firma Rolls Royce später Flugmotoren. Nach der Werksschließung im Jahr 1994 wurden einige Hangars zu Tonbühnen für Dreharbeiten umfunktioniert, Kulissen- und Requisitenbauer zogen ein, auf den Freiflächen entstand ein voll funktionstüchtiges Studiogelände. Als sechs Jahre später die Dreharbeiten zu Harry Potter und der Stein der Weisen begannen, hatten sich die ersten vier Harry-Potter-Bände von Autorin J.K. Rowling bereits einen festen Platz auf den internationalen Bestsellerlisten erobert.

Hunderte von Menschen arbeiteten mehr als zehn Jahre lang an der Verfilmung der sieben Harry-Potter-Romane. Mit jedem neuen Film wurde die Fangemeinde größer und es entstand die größte Filmserie aller Zeiten.

Besucher der Warner Bros. Studio Tour London – The Making of Harry Potter erleben nicht nur hautnah, wie viel Herzblut in die Filme geflossen ist, sondern es bietet sich ihnen außerdem die einmalige Möglichkeit, die Originalkulissen zu besichtigen.

DER STUDIO-RUNDGANG

Die Große Halle: Die Große Halle gilt als eines der beeindruckendsten Sets. Hier fanden Festessen statt, der Weihnachtsball und sogar das ein oder andere Duell. Besucher laufen direkt über den mittlerweile mehr als elf Jahre alten Steinboden der Halle. Die Haustische aus massivem Eichen- und Kiefernholz wurden mit Hilfe von Äxten und schweren Ketten auf alt getrimmt und sind mit Kritzeleien verschiedenster Hogwarts-Schüler versehen – ein Detail, das Bühnenbildner Stuart Craig wichtig war, schließlich ist Hogwarts eine Schule.

Besonders stolz sind die Bühnenbildner auf das einzigartige Punktesystem der Häuser, auch wenn dies in den Filmen nur an wenigen Stellen auftaucht. Jedes Punkteglas enthält zehntausende indische Glasperlen. Angeblich gab es dadurch in ganz England vorübergehend keine Glasperlen mehr zu kaufen.

Die Decke der Großen Halle entstand nach dem Vorbild von Westminster Hall in London, während die Zaubereffekte in den Filmen mit Hilfe optischer Tricks erzeugt wurden. Für die schwebenden Kerzen zum Beispiel verwendete man einzelne kerzenförmige, mit Ethanol gefüllte und an Drähten befestigte Rohre. Keine so gute Idee, wie sich rasch herausstellte: Die Kerzenflammen brachten die Drähte zum Schmelzen und die „Kerzen“ fielen auf die Tische. Daraufhin wurden die schwebenden Kerzen nur noch am Bildschirm kreiert.

Der Gemeinschaftsraum von Gryffindor und der Jungenschlafsaal: Der Gemeinschaftsraum von Gryffindor ist eines der ältesten Sets und wird von den Fans ganz besonders geliebt. An den Wänden hängen die Portraits ehemaliger Anführer des Hauses Gryffindor, darunter auch die junge Professorin McGonagall. Über das Radio, dessen Abdeckung an der Vorderseite sich wie ein sprechender Mund bewegt, wurden Nachrichten vom Magischen Rundfunk empfangen. Und um dem Raum ein altertümliches Flair zu verleihen, verwendeten die Bühnenbildner schwere Gobelins in den Gryffindor-Farben Scharlachrot und Gold. Auf dem Set gibt es außerdem den mit keltischen und Runenzeichen bedruckten Tarnumhang von Harry Potter zu bewundern. Von dem Umhang wurden verschiedene Versionen angefertigt, darunter welche mit grünem Stofffutter, um mittels Tricktechnik Harry und seine Freunde im Film verschwinden zu lassen.

Durch eine Wendeltreppe verbunden, befand sich direkt über dem Gemeinschaftsraum der Jungenschlafsaal von Gryffindor. Im Studio grenzt dieser direkt an den Gemeinschaftsraum an. Hier stehen unter anderem die Original-Betten von Harry, Ron, Seamus, Neville und Dean, die eigens für den allerersten Film angefertigt wurden. Im Laufe der mehrere Jahre umspannenden Dreharbeiten wurden die Darsteller zu groß für die Betten. Damit dies in den Filmszenen nicht auffällt, mussten die Kameraleute bei den Einstellungen entsprechend tricksen. Nach und nach wurden zudem die Bereiche der einzelnen Jungs im Schlafsaal individuell gestaltet. So hängen beispielsweise über Rons Bett Poster und Wimpel von dessen Lieblings-Quidditch-Mannschaft.

Mit dem kleinen, runden Raum hat Bühnenbildner Stuart Craig bewusst einen Ort geschaffen, an dem sich Harry Potter geborgen fühlen kann. Den Stoff für die Bettvorhänge wollten die Designer zunächst eigens anfertigen zu lassen, doch dann entdeckte Bühnenbildnerin Stephenie McMillan in der Auslage eines Geschäfts vor Ort das perfekte Material.

Professor Dumbledores Büro: Das Büro von Schulleiter Professor Dumbledore – Refugium und Arbeitszimmer zugleich – befand sich in einem der höchsten Türme von Hogwarts. Dumbledores Faible fürs Weltall und die Sterne zeigt sich in den Regalen voller alter Mikroskope, Teleskope, Himmelskarten und astronomischer Instrumente. Die Wände zieren Portraits der 48 ehemaligen Schulleiter von Hogwarts. Die unzähligen dicken Wälzer in Dumbledores Büro sind mit Ledereinband versehene, ausrangierte britische Telefonbücher.

Sehenswert ist auch die Vitrine neben dem Denkarium, in der mehr als 800 winzige, von Hand gefertigte und beschriftete Glasfläschchen liegen. Dumbledore bewahrte darin seine eigenen und die Erinnerungen anderer Zauberer auf. Und wer genau hinsieht, entdeckt im Büro weitere bekannte Dinge wie den Sprechenden Hut, Gryffindors Schwert oder Dumbledores größtes Teleskop, das im Film im oberen Teil des Büros stand. Das Teleskop ist eine der teuersten Requisiten der gesamten Reihe. Dennoch tauchte es nur in wenigen Szenen im Hintergrund auf.

Klassenzimmer für Zaubertränke: Das Klassenzimmer liegt laut Romanvorlage in einem unterirdischen Teil des Schlosses und entsprechend düster wurde es gestaltet. Auf den Wänden stehen lateinische und englische Namen von verschiedenen Zaubertrankzutaten und seltenen Mineralien aus uralten Alchemierezepten. Die Schüler brauten ihre eigenen Zaubertränke in altmodischen Gas-Bunsenbrennern. Dazu benutzten sie die Ingredienzien aus den Regalen im Klassenzimmer – gebackene Tierknochen von einer örtlichen Metzgerei etwa oder getrocknete Blätter und Kräuter.

Hagrids Hütte: Hier wohnt der Halbriese Rubeus Hagrid, seines Zeichens Wildhüter und Hüter der Schlüssel von Hogwarts und später Lehrer im Fach „Pflege magischer Geschöpfe“. Einige Tricks ließen Hagrid im Film größer als die übrigen Figuren wirken: So wurden zwei Versionen des gleichen Sets gebaut – eine extra große, um „normal“ große Figuren im Vergleich mit der Umgebung klein erscheinen zu lassen, und eine Miniaturausgabe, in der Hagrid (Robbie Coltrane) besonders groß aussieht.

Die Hütte selbst steht voll mit unzähligen Käfigen, in denen sich seltsame Tiere und Gegenstände befinden – Katzen ohne Fell, Flughunde und Straußeneier zum Beispiel.

Die Küche der Weasleys: Der Fuchsbau, so die Bezeichnung für das Haus der Weasleys, sollte so aussehen, als hätte Mr. Weasley es eigenhändig errichtet. In der Küche gibt es so einiges an magischen Haushaltsgegenständen zu entdecken, darunter eine sich selbst spülende Bratpfanne, eine Kreation der Abteilung für Spezialeffekte. Die außergewöhnliche Familienuhr der Weasleys, die ebenfalls in der Küche hängt, wurde auf einer lokalen Auktion ersteigert und anschließend von den Requisitenbauern mit neuen Pendeln, einem neuen Werk, Zeigern und anderen fantasiereichen Details versehen. So entstand die bekannte Uhr, auf der Mrs. Weasley jederzeit den Aufenthaltsort der einzelnen Familien­mitglieder ablesen kann.

Das Zaubereiministerium: Das unauffällig in einer der vielen Londoner Straßen gelegene Zaubereiministerium ist der Regierungssitz der britischen Zaubereigemeinschaft. Der Zutritt erfolgt über eine Telefonzelle, über eine Toilette oder das Flohnetzwerk. Für die Bürotürme innerhalb des Ministeriums stand ein aus dem 19. Jahrhundert stammendes viktorianisches Gebäude in London Modell. Getäfelt sind die Türme mit tausenden grünen und roten Holzschindeln.

Das Zaubereiministerium ist eines der größten für die Harry-Potter-Reihe errichteten Sets. Um es für den Film mit Leben zu füllen, wurden Hunderte von Statisten benötigt, viele davon Mitglieder der Filmcrew, verkleidet mit Mänteln, Bärten und Hüten. Das Kunstwerk „Magie ist Macht“, das unter anderem 58 unter der Herrschaft der Zaubereigemeinschaft erdrückte Muggels zeigt, wurde aus Schaumstoff hergestellt und von Hand bemalt und die offenen Kamine im Ministerium sind sage und schreibe über neun Meter hoch.

Der Dunkle-Künste-Bereich: In diesem Bereich sind Original-Filmrequisiten wie das Kaminzimmer aus dem Haus der Familie Malfoy zu sehen, das im ersten Teil von Harry Potter und die Heiligtümer des Todes zum Hauptquartier der Lord-Voldemort-Anhänger wird: Prunkvolle Kronleuchter, ein imposanter Kamin und die lange Tafel, an der neben Lord Voldemort auch Bellatrix Lestrange, die Malfoys sowie die Todesser bei ihren Treffen zusammensitzen. Über dem Set schwebt die gefangene Professorin für Muggelkunde, Charity Burbage, während Lord Voldemorts Haustier, die Riesenschlange Nagini, sich auf der Mahagoniholztafel räkelt. Außerdem gibt es Teile von Professor Umbridges Büro mit kitschig pinkfarbenen Katzenbildern und Kostümen zu bestaunen, dazu die Outfits von Zauberer Peter Pettigrew und Professor Snape, seines Zeichens Lehrer für Zaubertränke. Und es werden Requisiten wie die mysteriöse Hand des Ruhms oder das berühmte Verschwindekabinett gezeigt.

Der Verbotene Wald:  Für Hogwarts-Schüler ist es zwar strikt verboten, den dunklen Wald auf dem Schulgelände zu betreten. Besucher sind seit dem 31. März 2017 aber herzlich eingeladen, den Spuren Harrys, Rons und Hermines tief in den Verbotenen Wald zu folgen. Vorbei an der Gestalt des Wildhüters Hagrid führt der Weg unter den dicken Wurzeln der Bäume hindurch durch die atmosphärische Szenerie. Dabei besteht der schaurig-schöne und in den Filmen täuschend echt aussehende Wald aus 19 Bäumen mit einem Durchmesser von mehr als 3,5 Metern pro Baum. Unterwegs können die Gäste der Tour den imposanten Hippogreif Seidenschnabel durch eine Verbeugung gnädig stimmen und der Riesenspinne Aragog einen Besuch abstatten. Zudem erfahren Filmfans, welche Tricks und Techniken es braucht, um einen realistischen Wald für ein Filmset zu kreieren, und dürfen selbst Kontrolle über das Wetter ausüben.

Der Hogwarts Express: Am 19. März 2015 eröffnete ein völlig neuer Teil der Warner Bros. Studio Tour: Auf mehr als 1.800 Quadratmetern wurde Gleis 9 ¾ originalgetreu nachgebaut, inklusive dem in den Filmen verwendeten originalen Hogwarts Express. Dort findet sich das berühmte Gleis mit seinem Glasdach, den gelben Ziegeln und den Gepäckwagen. Highlight ist die 78 Jahre alte Lokomotive „Olton Hall“, die in den Filmen zum Hogwarts Express wurde und die Besucher der Warner Bros. Studio Tour mit fröhlich-weißem Dampf begrüßt. Doch damit nicht genug: So können Harry-Potter-Fans die für die Filmarbeiten genutzten Abteile des Zugs betreten und an speziellen „Fenstern“ lernen, wie einige der bekanntesten Filmszenen entstanden sind. Außerdem gibt es eine bunte Sammlung von Koffern, die große und kleine Fans ihren Besitzern zuordnen müssen. Ein Souvenirshop direkt am „Gleis“ lockt mit allerlei Spiel und Leckerei aus den Harry-Potter-Filmen.

Backlot-Bereich: Auf dem Studiogelände entstanden auch die Szenen, die an Außenschauplätzen wie dem Ligusterweg oder der Brücke von Hogwarts spielen. Im Ligusterweg stand das unscheinbare Haus der Dursleys – die Verwandten, bei denen Harry aufwuchs. Für den Dreh von Harry Potter und der Stein der Weisen nutzte man zunächst eine Hausfassade in Bracknell, Berkshire, bevor man beschloss, die Straßenkulisse auf dem Studiogelände nachzubauen.

Die markante Brücke von Hogwarts taucht in der Romanvorlage nicht auf, sondern wurde eigens für Harry Potter und der Gefangene von Askaban kreiert. Genau genommen wurde lediglich ein Brückenabschnitt errichtet, der Rest der Brücke entstand am Computer. Außerdem wäre da noch der 6,70 Meter hohe Fahrende Ritter aus drei alten Londoner Doppeldeckerbussen. Es gab insgesamt zwei Versionen davon: Eine fahrende mit Motor und eine „Stunt“-Version auf einer Drehvorrichtung. Die Szenen im Innern des Fahrenden Ritters entstanden auf einer Tonbühne.

Animatronische Figuren: Für die Harry-Potter-Filme wurden in einer eigenen Abteilung Hunderte von Figuren und aufwändigen Masken geschaffen – vom Basilisken über Seidenschnabel bis hin zu den Alraunen oder Lord Voldemorts schlangenartigem Gesicht. Auch als Maskenbildner, etwa für den Kobold Griphook, war das „Creature Effects Department“ tätig. Nicht zu vergessen sind die sogenannten Maquettes, die von der Visual-Effects-Abteilung gescannt und anschließend zu eigenen, computeranimierten Figuren weiterentwickelt wurden. Für Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 1 etwa wurde ein lebensgroßer Dobby geformt, gescannt und am Computer mit Mimik und Bewegungsabläufen versehen.

Figuren und Masken: Fast fünfeinhalb Meter betrug die Beinweite der von Hand mit Yak-Haaren, Sisal und Ginsterhanf beklebten Spinne Aragog. Aufgrund des komplexen Mechanismus waren fast einhundert Techniker notwendig, um die animatronische Figur richtig zu bewegen.

Vom Seidenschnabel gab es insgesamt drei lebensgroße animatronische Versionen: eine stehende, eine sich aufbäumende und eine liegende. Die Visual-Effects-Spezialisten scannten eine davon ein und schufen daraus ein digitales Modell, das für Harry Potter und der Gefangene von Askaban mittels Computer zum Leben erweckt wurde. Auch von Fawkes existierten drei animatronische Versionen: ein alter, die Federn verlierender Phönix, ein neu geborener, aus der Asche emporsteigender Vogel, und ein ausgewachsener Phönix. Per Scan wurde die Figur am Computer weiterbearbeitet.

Für das Werwolfgesicht von Greyback verwendeten die Maskenbildner eine siebenteilige Silikonmaske mit echtem, in Handarbeit eingeflochtenem Ziegenhaar. Und das Make-up für den Dunklen Lord bestand unter anderem aus abwaschbaren Tätowierungen, um die Venen zu zeichnen, betonten Wangenknochen, Kontaktlinsen sowie künstlichen Augenbrauen, Fingernägeln und Zähnen. Mittels farbiger Punkte auf dem Gesicht von Schauspieler Ralph Fiennes wurden dessen Bewegungen getrackt, um die Nase am Computer durch Lord Voldemorts schlangenartige Nasenlöcher zu ersetzen.

Die Winkelgasse: Die Winkelgasse veränderte im Laufe der Dreharbeiten permanent ihr Aussehen. Es wurden Wände und Schaufensterfronten versetzt und sogar ganze Gebäude verschoben. Viele der nicht mehr benötigten Set-Teile aus der Winkelgasse wurden für den Bau der Kulisse von Hogsmeade für Harry Potter und der Gefangene von Askaban weiterverarbeitet.

Die allererste Winkelgasse stellte eine bezaubernde Mischung aus Detailverliebtheit, wie man sie aus den Harry-Potter-Romanen kennt, und den Straßenzügen, die Charles Dickens beschreibt, dar. Jeder einzelne Ladeninhaber, jeder einzelne Kunde war anders gekleidet.

Bei Weasleys Zauberhafte Zauberscherze boten die Weasley-Zwillinge eine bunte Auswahl magischer Scherzartikel feil, von Langziehohren bis hin zu Feuerwerks­körpern. Die insgesamt 120 einzeln angefertigten Artikel spiegeln wunderbar den schrägen Sinn für Humor der Zwillinge wider. Die Errichtung der ans 18. Jahrhundert erinnernden Ladenfassade dauerte mehr als drei Monate. Am aufwändigsten war dabei die Gestaltung der über sechs Meter großen Schaufensterpuppe über dem Eingang.

In dem angestaubten Zauberstabladen Ollivanders in der Winkelgasse wählte Harry seinen persönlichen Stab unter 17.000 einzeln beschrifteten Schatullen aus.

Das Hogwarts-Modell: Als absolutes Meisterstück gilt ein bis ins kleinste Detail ausgearbeitetes Modell von Hogwarts. Für Harry Potter und der Stein der Weisen, wurden sämtliche Innenhöfe, Türme und Erker des Modells mit der Kamera aufgenommen, am Computer bearbeitet um daraus die verblüffend echt wirkenden Außenansichten der Hogwarts-Schule für Hexerei und Zauberei zu produzieren. 86 Designer und Crewmitglieder waren an der Erstellung des ersten Modells beteiligt. Um es ganz besonders authentisch wirken zu lassen, fertigte man Miniaturversionen einiger Innenhöfe von Alnwick Castle und der Kathedrale von Durham an, wo Szenen für Harry Potter und der Stein der Weisen gedreht worden waren. Die Landschaft rund um Hogwarts wiederum erinnert stark an die schottischen Highlands rund um Glen Nevis, Glen Coe und Loch Shiel.

Die Modellbauer versahen ihr Werk mit über 2.500 Glasfaserlampen, die wie Laternen- bzw. Fackellicht wirken, ganz so, als würden Schüler durch die Gänge des Schlosses laufen. Für die Steinmauern und Felsen kamen Kieselsteine zum Einsatz, für Landschaft und Bäume echte Pflanzen.

Addiert man sämtliche Mannstunden zusammen, die für den Bau und die Anpassung des Modells anfielen, so kommt man auf eine Summe von 74 Jahren!

Weitere Informationen unter: www.wbstudiotour.co.uk
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Weiteres Pressematerial zum Download: www.wbsta.com

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