Tourismus Oberstdorf

Pressemitteilungen

29. August 2013


Süßer die (Kuh-)Glocken nie klingen
Zum traditionellen Viehscheid-Spektakel nach Oberstdorf und Schöllang im Allgäu

Am 12. und 13. September ist es wieder soweit: In Schöllang und in Oberstdorf geht es fürs Jungvieh nach rund 100 Tagen auf saftig grünen Bergwiesen wieder hinab ins Tal. Beim traditionellen Allgäuer Viehscheid ziehen die Hirten unter großem „Hallo" der Zuschauer und lautem Kuhglockengeläut von den verschiedenen Alpen hinab zum Scheidplatz und übergeben anschließend die Tiere wieder ihren Besitzern. Angeführt werden die Herden vom jeweiligen in typischer Tracht gekleideten Alphirten und dem prachtvoll geschmückten Kranzrind. Das familientaugliche Spektakel in Oberstdorf verfolgen alljährlich bis zu 20.000 Besucher, die nach dem Abtrieb zusammen mit Hirten und Bauern bei Musik, Bier und regionalen Spezialitäten zünftig im Festzelt feiern.

Den Auftakt zum Almabtrieb bildet am 12. September das malerische Schöllang. Dort werden ab 9 Uhr früh am südlichen Ortseingang über 700 Stück Vieh von derEntschenalpe, der Hinteren Seealpe, der Gutenalpe und der Käseralpe erwartet. In Oberstdorf sind es am 13. September rund 1.000 Stück Jungvieh, die am Scheidplatz am Ried ab ca. 9.00 / 9.30 Uhr von den Alpen Bierenwang, Taufersberg und Haldenwang sowie von der Rappenalpe, der Biberalpe und der Traufbergalpe herabkommen. Am Matthäustag, dem 21. September, endet dann traditionell die Sommerweidezeit für die Alpkühe.

Vor dem Einzug ins Tal schmeißen sich nicht nur die Hirten ins Festtagsgewand aus Lederhose mit bestickten Trägern, weißem Hemd und blumengeschmücktem Hut. Auch die „Schönheitskönigin" der Herde bekommt einen eigens, in stundenlanger Kleinarbeit angefertigten Blumenkopfschmuck verpasst - vorausgesetzt, der Viehbestand der Alpe blieb während des Sommers von Krankheit, Absturz oder einem anderen Unglück verschont. Der Kranz besteht aus getrockneten Naturblumen und künstlichen Alpenblumen sowie einem Spiegel gegen die bösen Geister am Wegesrand.

Am Scheidplatz angekommen durchläuft jede Herde einen Verschlag, in dem die Rinder „geschieden" werden und an dessen Ende die Tiere einzeln beim Hirten ankommen. Die rufen dann den Namen des jeweiligen Besitzers, der schon bereitsteht, um sein Vieh in Empfang zu nehmen. Bevor es zurück in den heimischen Stall geht, werden die Kälber, Einjährigen und Rinder am Scheidhag angebunden. Schließlich will die gesunde Heimkehr der Tiere gefeiert werden - gemeinsam mit den Hirten und den Gästen, im Festzelt, bei zünftiger Musik, Bier und den typischen „Scheidwürsten".

Zum Viehscheid am 13. September in Oberstdorf verkehren eigene Pendelbusse zwischen Bahnhof und dem Scheidplatz. Wer's stilecht mag, kann mit einem Pferdegespann vom Megèver Platz dorthin fahren.

Der Alpabtrieb in der Region Oberstdorf blickt übrigens auf eine lange Tradition zurück: Schon vor hundert Jahren fand zu diesem Anlass ein großes Volksfest samt Viehmarkt statt. Bis heute hat sich wenig geändert: Noch immer findet der Viehscheid am Renksteg statt, noch immer werden die schönsten Tiere bekränzt und das Ereignis wird von vielen Zuschauern verfolgt. Lediglich der Viehhandel ist in den Hintergrund gerückt.

Informationen zum Viehscheid finden Interessierte online auf www.allgaeu-viehscheid.de, Wissenswertes zum Urlaubsangebot der Region Oberstdorf bietet die Website www.oberstdorf.de

 

Pressekontakt:
Astrid Scheppelmann

Emil-Geis-Strasse 1
81379 München
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as@liebl-pr.de
tel +49 89 7240292-0
fax +49 89 7240292-19

Miriam Frietsch
Tourismus Oberstdorf
Prinzregenten-Platz 1
87561 Oberstdorf
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frietsch@oberstdorf.de
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fax +49 8322 700-274

 

 

 

 

 

 

 

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